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Herzog/SVA: Krankengeld für alle 800.000 SVA Versicherten verbessern

„Wenn es um die Absicherung von Selbständigen im Krankheitsfall geht, darf es keine halben Lösungen geben. Wir haben deshalb ein Modell auf dem Tisch liegen, dass bei langer Krankheit schon ab dem ersten Krankheitstag eine finanzielle Absicherung bietet“, sagte Alexander Herzog, Obmann-Stv. der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA).

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02.02.2017 - Bei der freiwilligen Kranken-Zusatzversicherung habe die SVA kürzlich eine Änderung des Leistungsumfanges vornehmen müssen, um die gesetzliche Verpflichtung zur ausgeglichenen Gebarung zu schaffen. Diese Änderung betreffe jedoch nur ein Zusatzversicherungsprodukt der SVA, das derzeit von ca. vier Prozent der Versichertengemeinschaft in Anspruch genommen wird. Ein entsprechender Beschluss erfolgte in der SVA Generalversammlung von allen vertretenen politischen Fraktionen einstimmig. „Die wichtigste Botschaft für unsere insgesamt 800.000 Versicherten: Bei der gewohnten Krankenversicherung bleibt alles wie es ist – ab dem 43. Krankheitstag erfolgt die Krankengeldzahlung.“

„Unser Anspruch ist es aber, dass wir das Krankengeld für alle unsere Versicherten verbessern – und nicht nur für vier Prozent. Wir schlagen deshalb vor, dass bei langer Krankheit über 43 Tage das volle Krankengeld rückwirkend ab dem ersten Tag ausbezahlt wird – ohne zusätzliche Beiträge oder Zusatzversicherungen. Wir haben damit die Chance, Selbständige voll abzusichern und das Krankengeldsystem auch sehr transparent und einfach aufzustellen“, so Herzog. „Wir wollen dieses Krankengeldmodell nun schnellstmöglich mit der Bundesregierung, dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger sowie allen politischen Fraktionen in der SVA Generalversammlung diskutieren und hoffen, dass wir diese weitreichende Verbesserung für die SVA Versichertengemeinschaft schnell umsetzen können.“