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Kinderbetreuungsgeld für Geburten bis 28.2.2017


Das Kinderbetreuungsgeld steht in zwei Systemen zur Verfügung. Es kann entweder als Pauschalleistung (4 Pauschalvarianten) oder als einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld bezogen werden.

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Pauschalleistung (4 Pauschalvarianten)

Pauschalvariante 30+6
Das Kinderbetreuungsgeld beträgt 14,53 Euro täglich. Sie bekommen es bis zur Vollendung des 30. Lebensmonats des Kindes, wenn nur ein Elternteil bezieht. Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile verlängert sich die Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat, maximal aber gebührt Kinderbetreuungsgeld bis zur Vollendung des 36. Lebensmonats des Kindes.

Pauschalvariante 20+4
Das Kinderbetreuungsgeld beträgt 20,80 Euro täglich. Sie bekommen es bis zur Vollendung des 20. Lebensmonats des Kindes, wenn nur ein Elternteil bezieht. Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile verlängert sich die Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat, maximal aber gebührt Kinderbetreuungsgeld bis zur Vollendung des 24. Lebensmonats des Kindes.

Pauschalvariante 15+3
Das Kinderbetreuungsgeld beträgt 26,60 Euro täglich. Sie bekommen es bis zur Vollendung des 15. Lebensmonats des Kindes, wenn nur ein Elternteil bezieht. Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile verlängert sich die Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat, maximal aber gebührt Kinderbetreuungsgeld bis zur Vollendung des 18. Lebensmonats des Kindes.

Pauschalvariante 12+2
Das Kinderbetreuungsgeld beträgt 33 Euro täglich. Sie bekommen es bis zur Vollendung des 12. Lebensmonats des Kindes, wenn nur ein Elternteil bezieht. Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile verlängert sich die Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat, maximal aber gebührt Kinderbetreuungsgeld bis zur Vollendung des 14. Lebensmonats des Kindes.

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Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld

Das Kinderbetreuungsgeld beträgt 80 % Ihrer Letzteinkünfte, maximal jedoch 66 Euro täglich. Sie bekommen es bis zur Vollendung des 12. Lebensmonats des Kindes, wenn nur ein Elternteil bezieht. Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile verlängert sich die Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat, maximal aber gebührt das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld bis zur Vollendung des 14. Lebensmonats des Kindes.

Um Kinderbetreuungsgeld beziehen zu können, müssen gewisse allgemeine Anspruchsvoraussetzungen erfüllt werden (z.B. Anspruch und Bezug der Familienbeihilfe für das Kind, gemeinsamer Haushalt mit dem Kind samt identer Hauptwohnsitzmeldung). Für den Bezug des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes muss zudem das Erwerbstätigkeitserfordernis erfüllt werden.

Achtung:

Während des Bezuges von Kinderbetreuungsgeld müssen jährliche Zuverdienstgrenzen eingehalten werden:

Für die 4 Pauschalvarianten gelten zwei Grenzen:

- der allgemeine Grenzbetrag von 16.200 Euro jährlich.
- der individuelle Grenzbetrag von 60 % Ihrer maßgeblichen Einkünfte aus dem relevanten Kalenderjahr vor der Geburt. Ist der berechnete individuelle Grenzbetrag höher als 16.200 Euro jährlich, dann können Sie während des gesamten Bezugszeitraumes des pauschalen Kinderbetreuungsgeldes diesen entsprechend höheren jährlichen Zuverdienst erzielen.

Für das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld dürfen Ihre maßgeblichen Einkünfte den Grenzbetrag von 6.800 Euro (bis 2016: 6.400 Euro) jährlich nicht übersteigen.

Wird die jeweils relevante jährliche Zuverdienstgrenze überschritten, droht eine nachträgliche Rückforderung!

Tipp
: Wenn Sie mit Ihren selbständigen Jahreseinkünften die Zuverdienstgrenze überschreiten und nicht das ganze Kalenderjahr Kinderbetreuungsgeld beziehen, denken Sie daran, rechtzeitig bis zum Ablauf des zweiten auf das Bezugsjahr folgenden Kalenderjahres eine Zwischenbilanz bzw. Zwischen-Einnahmen-Ausgabenrechnung vorzulegen, sofern Sie damit die Zuverdienstgrenze einhalten und eine Rückforderung vermeiden können.

Während eines Anspruches auf Wochengeld oder eine wochengeldähnliche Leistung (ab 1.3.2017 auch während eines Anspruches auf Betriebshilfe) ruht das Kinderbetreuungsgeld. Ist aber diese Leistung geringer als das Kinderbetreuungsgeld, gebührt eine Differenzzahlung.

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Beihilfe zum pauschalen Kinderbetreuungsgeld

Eltern mit geringem Einkommen können außerdem eine Beihilfe zum pauschalen Kinderbetreuungsgeld in Höhe von 6,06 Euro täglich maximal für die Dauer von 12 Monaten ab Antragstellung beantragen.

Anspruchsberechtigt sind

  • Alleinerziehende, die Anspruch auf pauschales Kinderbetreuungsgeld haben und nicht mehr als 6.800 Euro (bis 2016: 6.400 Euro) im Kalenderjahr verdienen
  • Elternteile, die in Ehe bzw. Lebensgemeinschaft leben und Anspruch auf pauschales Kinderbetreuungsgeld haben, wobei der beziehende Elternteil nicht mehr als 6.800 Euro (bis 2016: 6.400 Euro) sowie der zweite Elternteil bzw. der/die Partner/in nicht mehr als 16.200 Euro im Kalenderjahr verdienen darf.


Wenn Sie einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld beziehen, haben Sie keinen Anspruch auf die Beihilfe!

Nähere Informationen zum Kinderbetreuungsgeld für Geburten bis 28.2.1017 finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Familie und Jugend (BMFJ) unter https://www.bmfj.gv.at/familie/finanzielle-unterstuetzungen/kinderbetreuungsgeld-bis-28.2.2017.html.