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Kinderbetreuungsgeld für Geburten ab 1.3.2017


Das Kinderbetreuungsgeld steht in zwei Systemen zur Verfügung. Es kann entweder als Pauschalleistung (Kinderbetreuungsgeld-Konto) oder als einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld bezogen werden.

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Kinderbetreuungsgeld-Konto (Pauschalsystem)

Für Geburten ab 1.3.2017 werden die bisherigen 4 Pauschalvarianten durch das Kinderbetreuungsgeld-Konto ersetzt. Die Höhe des täglichen Kinderbetreuungsgeldes (14,53 - 33,88 Euro) hängt hier von der innerhalb eines vorgegebenen Rahmens ab der Geburt des Kindes (365 bis 851 Tage für einen Elternteil bzw. 456 bis 1.063 Tage bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile) flexibel wählbaren Anspruchsdauer ab. Von der jeweiligen Gesamtanspruchsdauer pro Kind sind 20 % dem zweiten Elternteil unübertragbar vorbehalten.

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Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld

Das Kinderbetreuungsgeld beträgt 80 % Ihrer Letzteinkünfte, maximal jedoch 66 Euro täglich. Sie bekommen es bis zum 365. Tag ab der Geburt des Kindes, wenn nur ein Elternteil bezieht. Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile verlängert sich die Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat, maximal aber gebührt das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld bis zu 426 Tage ab der Geburt des Kindes.

Um Kinderbetreuungsgeld beziehen zu können, müssen gewisse allgemeine Anspruchsvoraussetzungen erfüllt werden (z.B. Anspruch und Bezug der Familienbeihilfe für das Kind, gemeinsamer Haushalt mit dem Kind samt identer Hauptwohnsitzmeldung). Für den Bezug des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes muss zudem das Erwerbstätigkeitserfordernis erfüllt werden.

Achtung:

Während des Bezuges von Kinderbetreuungsgeld müssen jährliche Zuverdienstgrenzen eingehalten werden:

Für das Kinderbetreuungsgeld-Konto gelten zwei Grenzen:
- der allgemeine Grenzbetrag von 16.200 Euro jährlich.
- der individuelle Grenzbetrag von 60 % Ihrer maßgeblichen Einkünfte aus dem relevanten Kalenderjahr vor der Geburt. Ist der berechnete individuelle Grenzbetrag höher als 16.200 Euro jährlich, dann können Sie während des gesamten Bezugszeitraumes des pauschalen Kinderbetreuungsgeldes diesen entsprechend höheren jährlichen Zuverdienst erzielen.

Für das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld dürfen Ihre maßgeblichen Einkünfte den Grenzbetrag von 6.800 Euro (bis 2016: 6.400 Euro) jährlich nicht übersteigen.

Wird die jeweils relevante jährliche Zuverdienstgrenze überschritten, droht eine nachträgliche Rückforderung!

Tipp: Wenn Sie mit Ihren selbständigen Jahreseinkünften die Zuverdienstgrenze überschreiten und nicht das ganze Kalenderjahr Kinderbetreuungsgeld beziehen, denken Sie daran, rechtzeitig bis zum Ablauf des zweiten auf das Bezugsjahr folgenden Kalenderjahres eine Zwischenbilanz bzw. Zwischen-Einnahmen-Ausgabenrechnung vorzulegen, sofern Sie damit die Zuverdienstgrenze einhalten und eine Rückforderung vermeiden können.

Während eines Anspruches auf Wochengeld oder eine wochengeldähnliche Leistung bzw. während eines Anspruches auf Betriebshilfe ruht das Kinderbetreuungsgeld. Ist aber diese Leistung geringer als das Kinderbetreuungsgeld, gebührt eine Differenzzahlung. 

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Beihilfe zum pauschalen Kinderbetreuungsgeld

Eltern mit geringem Einkommen können außerdem eine Beihilfe zum pauschalen Kinderbetreuungsgeld in Höhe von 6,06 Euro täglich maximal für die Dauer von 365 Tagen ab Antragstellung beantragen.

Anspruchsberechtigt sind

  • Alleinerziehende, die Anspruch auf pauschales Kinderbetreuungsgeld haben und nicht mehr als 6.800 Euro (bis 2016: 6.400 Euro) im Kalenderjahr verdienen
  • Elternteile, die in Ehe bzw. Lebensgemeinschaft leben und Anspruch auf pauschales Kinderbetreuungsgeld haben, wobei der beziehende Elternteil nicht mehr als 6.800 Euro (bis 2016: 6.400 Euro) sowie der zweite Elternteil bzw. der/die Partner/in nicht mehr als 16.200 Euro im Kalenderjahr verdienen darf.

Wenn Sie einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld beziehen, haben Sie keinen Anspruch auf die Beihilfe!

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Partnerschaftsbonus

Haben die Eltern das pauschale oder das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld zu annähernd gleichen Teilen (50:50 bis 60:40) und mindestens im Ausmaß von je 124 Tagen bezogen, so gebührt für Geburten ab 1.3.2017 jedem Elternteil nach Ende des Gesamtbezugszeitraums auf Antrag ein Partnerschaftsbonus in Höhe von 500 Euro als Einmalzahlung.

Nähere Informationen zum Kinderbetreuungsgeld für Geburten ab 1.3.2017 finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Familie und Jugend (BMFJ) unter  http://www.bmfj.gv.at/familie/finanzielle-unterstuetzungen/kinderbetreuungsgeld-ab-1.3.2017.html.