DRUCKEN

Betriebshilfe


Unter Berücksichtigung der finanziellen Leistungsfähigkeit und der besonderen sozialen Schutzbedürftigkeit des Versicherten können auch Kosten für Betriebshelfer übernommen werden. Die SVA bietet dies als freiwillige Leistung an.

Das bedeutet, dass dem Selbständigen während der Zeit der Arbeitsunfähigkeit eine Person zur Seite gestellt wird, die ihn während der Abwesenheit in seinem Beruf ersetzt. Ziel ist, dass das Unternehmen des Versicherten weitergeführt werden kann.

up

Voraussetzungen 

Für die Betriebshilfe müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Eine Pflichtversicherung des Antragsstellers während des Einsatzes der Betriebshilfe.
  • Der Betriebshelfer muss zur Aufrechterhaltung des Betriebs notwendig sein.
  • Eine länger als 14 Tage andauernde Arbeitsunfähigkeit.
  • Ein Gesamteinkommen bis maximal 1.732,57 € monatlich (Wert 2019) bzw. 20.790,84 € jährlich (Wert 2019). Im Einzelfall sind auch bei höheren Einkünften Betriebshilfeleistungen möglich, wenn glaubhaft gemacht wird, dass die derzeitigen persönlichen Einkommensverhältnisse die Aufrechterhaltung des Betriebes ohne Betriebshilfe nicht zulassen.

up

Inanspruchnahme 

Die Betriebshilfe gibt es als Geldleistung in Form von Zuschüssen oder als Sachleistung durch Beistellung von Betriebshelfern. Das Antragsformular zur Betriebshilfe finden Sie rechts in der Linkbox.

Geldleistung

Der Zuschuss, der den Mehraufwand zumindest teilweise abdecken soll, kann bis zu 7,65 € pro Stunde (Wert 2019), höchstens aber 68,85 € pro Tag (Wert 2019) ausmachen. Er darf bis zu 80 Prozent der angefallenen Kosten betragen und wird pro Kalenderjahr bis zu einer Höchstdauer von 70 Tagen gezahlt. Für die Einschulung der Betriebshilfe kann die jeweilige Bezugsdauer um höchstens fünf Tage verlängert werden.

Sachleistung
Zur Beistellung von Betriebshelfern als Sachleistung gibt es mit Betriebshilfevereinen entsprechende Verträge. Für detaillierte Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre Landesstelle. Die Kosten der Betriebshilfe werden direkt mit den Vereinen abgerechnet. Die Leistungserbringung als Sachleistung erfolgt pro Kalenderjahr für maximal 70 Tage.