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Symposium zum Gesundheitssportprogramm JACKPOT in Graz

Die Wirkung des seit 2015 laufenden Bewegungsprogramms wird von der Universität Graz positiv bewertet – es wird deshalb auf weitere Bezirke in der Steiermark ausgedehnt.

Teilnehmer Symposium

Zu einem Symposium rund um das so genannte JACKPOT-Gesundheitssportprogramm lud diese Woche die Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA): Im Meerscheinschlösschen in Graz kamen rund 80 Personen unterschiedlicher Institutionen zusammen, mit dem Ziel, noch mehr Bewegung im steirischen Gesundheitssystem zu verankern. Eine beispielgebende Vernetzung der Sozialversicherungen mit dem steirischen Gesundheitsfonds und den Sportverbänden ermöglicht Sport-Neueinsteigern ein Bewegungsprogramm in 13 steirischen Bezirken. 

JACKPOT hat schon 1.500 Menschen zur Bewegung gebracht

Einige Organisationen haben hier an einem Strang gezogen, um das Bewegungsprogramm möglich zu machen: Unter der Federführung der SVA kooperieren der Gesundheitsfonds Steiermark, die Sozialversicherungsträger AUVA, PV, SVB, STGKK, VAEB gemeinsam mit den Sportverbänden Sportunion, ASKÖ und ASVÖ sowie regionalen Sportvereinen, den Gesundheitszentren und Kureinrichtungen und der Uni Graz.  

Das Bewegungsprogramm wurde speziell für erwachsene Personen entwickelt, die sich noch nicht ausreichend bewegen. Ein Programm wird zwei Mal pro Woche angeboten, eine Einheit dauert jeweils 90 Minuten. Somit ist eine gute Basis für einen substantiellen und messbaren Gewinn an Gesundheit, Aktivität und Lebensfreude gegeben. Jackpot hat vor allem Menschen erfolgreich zum Mitmachen eingeladen, die nach einem Kuraufenthalt oder einem Gesundheitsvorsorge-Aktivaufenthalt Interesse an einer Bewegung mit Gleichgesinnten haben. Ihnen wird mit JACKPOT die Betreuung durch qualifizierte Trainer der Sportverbände eröffnet, ein Trainingsprogramm, das auf jedes Leistungsvermögen abgestimmt werden kann. Anmeldungen werden bei der JACKPOT-Servicestelle bei der SVA (050 808 9516 und  jackpot@svagw.at) entgegen genommen.

Der Ausbau des Programmes wurde beim Symposium präsentiert

Ab dem Jahr 2019 werden zusätzlich auch Menschen zum Programm eingeladen, die vom Typ 2 Diabetes betroffen sind. Unverändert sollen auch die Kur- bzw. GVA-Absolventen und generell bislang inaktive Personen mit JACKPOT die Bewegung in den Alltag integrieren. „Wir planen eine Ausweitung auf alle 13 steirische Bezirke genauso wie eine deutliche Erweiterung des Trainer-Teams. Wir achten dabei auf eine hochqualitative Ausbildung, sie ist einer der Grundpfeiler des Erfolgs", so Lena Großschädl, MA, Koordinatorin des Gesundheitssports in der SVA-Landesstelle Steiermark. „Auch die systematische Einbindung der steirischen Gemeinden wird hier eine besonders große Rolle spielen", ergänzt Dr. Christian Lackinger von der SPORTUNION. 

Die Basis für die flächendeckende Ausrollung des Projekts liefern u.a. die Evaluationsergebnisse, die Prof. Dr. Sylvia Titze vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Graz vorstellte: Jene Personen, die nach einem Kur- oder Gesundheitsvorsorge-Aktiv-Aufenthalt das JACKPOT-Bewegungsprogramm besuchten, bewegten sich auch nach zwölf Monaten noch statistisch signifikant mehr als Personen, die dieses Bewegungsprogramm nach der Kur bzw. dem Gesundheitsvorsorge-Aktivaufenthalt nicht in Anspruch nahmen. Weiters wurde das Ziel des Bewegungsprogramms, Personen an die Erreichung der österreichischen Empfehlungen für gesundheitswirksame Bewegung heranzuführen, erreicht – das sind 150 Minuten Bewegung bei mittlerer Intensität pro Woche. 

Erfolgsfaktor Kooperation und Vernetzung

Der Grundtenor des Symposiums zeigte eindeutig, dass Kooperation in der Umsetzung von Gesundheitssportmaßnahmen von allen Seiten gewünscht wird – und die größten Früchte trägt. Eine flächendeckende Ausrollung in der Steiermark wurde von allen Entscheidungsträgern begrüßt und als realistisch erachtet. 

Mag. Walter Lunner, Generaldirektor-Stellvertreter der SVA: „Wir haben JACKPOT 2015 als Pilotprojekt in der Steiermark gestartet – mit dem Ziel, inaktive Menschen für Bewegung zu begeistern. Weitere Piloten haben wir seitdem auch im Burgenland und in Oberösterreich gestartet bzw. wird ein Projekt in Kärnten vorbereitet. Ich werde mich auch weiterhin gerne für dieses sinnvolle Projekt einsetzen, mit dem Ziel, die Begeisterung für dieses Projekt der Steiermark auf die restlichen Bundesländer zu übertragen."

Wertvolle Beiträge zum Symposium leisteten bei Vorträgen oder in der Podiumsdiskussion beim Symposium weiters: Dr. Elke Böhm / Ärztliche Leiterin des Gesundheitszentrums Bad Sauerbrunn, Dr. Manfred Großschädl / Facharzt für Innere Medizin und Ausbildner im Diabetes Disease Management Programm „Therapie Aktiv", Dr. Bernd Leinich, MBA / Geschäftsführer Gesundheitsfonds Steiermark, Mag. Rudolf Weber, MAS / Vita Med Gesundheitszentrum, Mag. (FH) Verena Krammer / MPH, STGKK und Stefan Herker / Präsident SPORTUNION Steiermark.

Mehr Informationen zu JACKPOT finden Sie unter www.jackpot.fit

Teilnehmer Symposium

v.l.n.r.: Mag. Daniel Dick, MPH (SVA), Mag. Walter Lunner (SVA), Dr. Manfred Großschädl (Diabetes Disease Management Programm „Therapie Aktiv“), Prof. Dr. Sylvia Titze (Universität Graz), Dr. Elke Böhm (GesundheitsZentrum Bad Sauerbrunn), Lena Großschädl, MA (SVA), Stefan Herker (SPORTUNION), Mag. Verena Krammer, MPH (StGKK), Mag. Rudolf Weber, MAS (VitaMed Gesundheitszentrum), Dr. Bernd Leinich (Gesundheitsfonds Steiermark), Dr. Christian Lackinger (SPORTUNION)

Rückfragehinweis:
Lena Großschädl, MA, Koordinatorin Gesundheitssport in der SVA-Landesstelle Steiermark, lena.grossschaedl.svagw.atoder 050 808 9516 
Mag. (FH) Karin Nakhai, Pressespecherin der SVA, karin.nakhai@svagw.at oder 0676 8798 3234