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Heimopferrente


Mit 01.07.2017 trat das Heimopferrentengesetz (HOG) in Kraft.

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Wer einen Anspruch hat

Personen, die zwischen 10.05.1945 und 31.12.1999 Gewalt

  • in Heimen (Vollinternaten) oder
  • als Kind oder Jugendlicher in einer Kranken-, Psychiatrie- oder Heilanstalt oder
  • in vergleichbaren Einrichtung des Bundes, eines Bundeslandes, einer Gemeinde (eines Gemeindeverbandes) oder einer Kirche oder
  • in einer solchen privaten Einrichtung, sofern die Zuweisung durch einen Jugendwohlfahrtsträger (das Jugendamt) erfolgt ist oder
  • in Pflegefamilien

erlitten haben, können neben einem Eigenpensionsbezug bzw. ab Erreichen des Regelpensionsalters eine HOG-Rente von monatlich EUR 306,60 (12x jährlich) als "Zusatzleistung" erhalten.

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Was ich tun muss

Die Rente kann mit dem bundeseinheitlichen Antragsformular (464.0 KB) beantragt werden. Liegen alle Voraussetzungen für die Rente vor, gebührt sie ab dem Monatsersten nach Vorliegen aller Voraussetzungen, wenn sie danach innerhalb eines Jahres beantragt wird. Wird die Rente später beantragt, gebührt sie ab dem Monatsersten nach der Antragstellung. Liegen alle Voraussetzungen für die Rente vor mit Ausnahme eines Eigenpensionsbezugs bzw. Erreichen des Regelpensionsalters, kann die Feststellung, ob eine Heimopferrente ab Eigenpensionsbezug bzw. ab Erreichen des Regelpensionsalters gebühren würde, beantragt werden.

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Übergangsbestimmung

Personen, die zwischen 10.05.1945 und 31.12.1999 Gewalt in einem Kinder- oder Jugendheim einer Gemeinde (eines Gemeindeverbandes), als Kind oder Jugendlicher in einer Kranken-, Psychiatrie- oder Heilanstalt oder vergleichbaren Einrichtung oder einer privaten Einrichtung, sofern die Zuweisung durch einen Jugendwohlfahrtsträger (das Jugendamt) erfolgt ist (funktionale Zuständigkeit), erlitten haben, wurden rückwirkend in das Heimopferrentengesetz (HOG) einbezogen. Liegen am 01.07.2017 alle Voraussetzung für die Rente vor und wird der Antrag bis 1. Juli 2019 gestellt, gebührt die Rente ab 01.07.2017.

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Zusätzliche Voraussetzungen

Zusätzlich zum Eigenpensionsbezug bzw. Erreichen des Regelpensionsalters müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Vom Heimträger wurde eine pauschalierte Entschädigung geleistet. Geben Sie dies an, holen wir die weiteren Informationen selbst beim Heimträger ein. Sie müssen keine diesbezüglichen Unterlagen vorlegen.
  • Vom Heimträger wurde keine pauschalierte Entschädigung geleistet, aber ein dementsprechender Antrag wurde abgelehnt oder nicht gestellt. Geben Sie dies an, leiten wir den Antrag an die bei der Volksanwaltschaft eingerichtete Rentenkommission weiter. Diese prüft den Fall und übermittelt uns eine begründete Stellungnahme, auf Basis derer über die Zuerkennung bzw. Ablehnung entschieden wird.