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Urlaub in den Osterferien – wie bin ich versichert?


26.03.2015

SVA-Tipp: Vorsorgen vor der Urlaubsreise lohnt sich

Die Osterferien stehen vor der Tür und viele Familien nutzen die schulfreie Zeit um in Urlaub zu fahren. Viele machen sich ein letztes Mal vor dem Sommer auf in die Berge zum Ski fahren und Snowboarden. Andere nutzen die freie Zeit, um sich in der Therme zu entspannen oder fremde Städte zu erkunden. Auch wenn sich jeder erholsame Tage wünscht, kann es passieren, dass man im Urlaub erkrankt oder einen Unfall hat. „Gerade, wenn man eine Reise in die Ferne plant, sollte man sich genau über die Bestimmungen in der Zieldestination vorab informieren“, so der Tipp des Experten für Internationale Angelegenheiten in der SVA, Alfred Zemann.

Um Unfälle zu vermeiden, lohnt es sich frühzeitig vorzusorgen, empfiehlt Dr. Peter Haubenberger, Mediziner der SVA. „Wie bei jeder Sportart, sei es jetzt Schwimmen, Ski fahren oder Snowboarden, lohnt es sich, erstmal die Muskeln aufzuwärmen und zu dehnen. So kann man Muskelkater vorbeugen und Zerrungen vermeiden.“ Der Mediziner empfiehlt außerdem Pausen einzulegen. Wenn man jetzt doch im Urlaub erkrankt oder einen Unfall hat, so kann man im Inland mit der e-card medizinische Versorgung beanspruchen, im Ausland hat man entweder über die Europäische Krankenversicherungskarte – also die Rückseite der e-card – oder einen Betreuungsschein einen ähnlichen Anspruch auf medizinische Leistungen.

Was tun, wenn man im Ausland krank wird?

„Beim Urlaub innerhalb der EU, in der Schweiz, in Liechtenstein, Island, Norwegen, Mazedonien zeigt man die Europäische Krankenversicherungskarte beim Arztbesuch vor und die Behandlungskosten werden dann vom ausländischen Krankenversicherungsträger mit der SVA verrechnet“, erläutert Zemann. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Arzt ein Vertragspartner der ausländischen Krankenversicherung sein muss und die Leistungen und Selbstbehalte von Land zu Land sehr unterschiedlich sein können. „Andere Länder wie beispielsweise die Türkei oder Montenegro verlangen einen sogenannten Betreuungsschein, den man sich schon vor Reisestart bei der SVA holen kann“, weiß Zemann. Es lohnt sich in jedem Fall, sich genau über die Bedingungen im Reiseland zu erkundigen.

In Ländern, die kein Krankenversicherungsabkommen mit Österreich abgeschlossen haben, wie beispielsweise den USA, muss der Erkrankte zunächst die Leistung selbst bezahlen. Diese Rechnung kann er dann bei seiner Krankenversicherung zum Kostenersatz einreichen; es werden Kosten in der Höhe rückerstattet, die bei derselben Behandlung in Österreich angefallen wären.

Wenn die Sozialversicherung keinen Schutz anbieten kann, beispielsweise für den Fall einer Reisestorno- oder eine Rückhol-Versicherung, ist es sinnvoll, sich zu überlegen, auch privat vorzusorgen, damit die Familie für den Urlaub – sei es Städtereise, Thermenaufenthalt oder Skiurlaub – im Ernstfall bestmöglich abgesichert ist. Dies lässt sich entweder über eine private Unfallversicherung oder durch einen zusätzlichen Versicherungsschutz über die Kreditkarte regeln.  Eine andere Möglichkeit, durch die man zusätzlichen Schutz bekommt, ist die Mitgliedschaft bei einem Verein, der eine private Versicherung mit Krankenschutz und Rückhol-Versicherung anbietet.


SVA - Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft

Die SVA ist der Sozialversicherungsträger für Österreichs Selbständige und betreut als gesetzliche Krankenversicherung rund 750.000 Kunden, davon 370.000 aktiv Erwerbstätige, 140.000 Pensionisten und 233.000 Angehörige. Als gesetzliche Pensionsversicherung ist die SVA für 390.000 Versicherte zuständig.


Rückfragehinweise:
Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft
Gerhard Schumlits
Tel. Nr. 05 08 08/3466
E-Mail:  gerhard.schumlits@svagw.at