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Höhe der Beiträge


Die Berechnung der Beiträge zur gewerblichen Sozialversicherung ist einer der wichtigsten Punkte, über den sich Neugründer informieren sollten. Das Beitragssystem unterscheidet sich nämlich recht deutlich von dem der Unselbständigen.

Die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung sind einkommensabhängig. Während bei einem Unselbständigen das Einkommen (meist) gleichbleibend und damit vorhersehbar ist, weiß man bei einem Selbständigen erst nach Ablauf des Kalenderjahres, wie viel dieser tatsächlich verdient hat.

Daher werden die Beiträge in zwei Schritten berechnet – etwa wie bei der Strom- und Gasabrechnung. 

  • Im ersten Schritt berechnen wir Ihnen für das laufende Jahr vorläufige Beiträge, also eine Art Vorauszahlung.

    Wenn Sie ganz neu selbständig sind, berechnen wir Ihre Beiträge von der gesetzlichen Mindestbeitragsgrundlage. Diese Mindestgrenze entspricht der jährlichen Geringfügigkeitsgrenze und beträgt EUR 5.256,60 (Wert 2018). Das ergibt einen Monatsbeitrag von EUR 130,85 - inklusive der Beiträge zur Unfallversicherung und Selbständigenvorsorge.

    Bitte beachten Sie, dass es sich dabei nur um vorläufige Beiträge handelt!

  • Im zweiten Schritt bzw. sobald wir vom Bundesrechenzentrum die Daten Ihres Einkommensteuerbescheides bekommen, machen wir die endgültige Beitragsabrechnung. Diese Abrechnung findet üblicherweise zwei Jahre später statt. Das hängt aber davon ab, wann wir die Einkommensteuerbescheide vom Finanzamt bekommen.

    Anhand der Daten Ihres Steuerbescheides errechnen wir eine endgültige Beitragsgrundlage, ziehen Ihre Vorauszahlungen ab und schreiben Ihnen dann die Differenz, so es eine gibt, vor.



Zusammengefasst heißt das: Wenn Sie sich selbständig machen oder gemacht haben, zahlen Sie in den ersten Kalenderjahren die mindest möglichen Vorauszahlungen. Nach Abschluss des Jahres durch das Finanzamt schreiben wir Ihnen die Differenz auf die endgültige Beitragshöhe vor.