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Beitragsberechnung bei Mehrfachversicherung


Wenn Sie mehrfach versichert sind, müssen Sie grundsätzlich für jede Versicherung Krankenversicherungsbeiträge einzahlen. 

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Wie werden die Beiträge berechnet? 

Die Beitragsgrundlage wird in jeder Versicherung aufgrund der jeweiligen Bestimmungen einzeln berechnet. Ausgangsbasis dafür sind grundsätzlich immer die Einkünfte aus der versicherten Tätigkeit beziehungsweise die Höhe der Pension. 

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Was passiert bei Überschreitung der Höchstbeitragsgrundlage?

Wird die Höchstbeitragsgrundlage von EUR 73.080,00 (voraussichtlich) überschritten, gibt es im GSVG die Möglichkeit der "Differenzbeitragsvorschreibung", d.h. GSVG-Beiträge werden (vorläufig) nur soweit vorgeschrieben, dass die Höchstbeitragsgrundlage nicht überschriten wird.

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Was ist die „Differenzbeitragsvorschreibung“?

Bei der „Differenzbeitragsvorschreibung“ achten wir bei der Bildung der Beitragsgrundlage nach GSVG darauf, dass die Höchstbeitragsgrundlage insgesamt nicht überschritten wird. 

Bitte beachten Sie:  Für die „Differenzbeitragsvorschreibung“ können wir aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nur ASVG- und/oder B-KUVG-Beitragsgrundlagen berücksichtigen. Eine Krankenversicherung nach dem BSVG hat daher keinen Einfluss auf die Höhe der GSVG-Beiträge.

Beispiel: Ein Gewerbetreibender verdient als Angestellter monatlich 3.000 € (42.000 € im Jahr). Die Jahresbeitragsgrundlage aus dem Gewerbe macht weitere 37.400 € aus. Die Summe aus beiden Beträgen (79.400 €) liegt über der Höchstbeitragsgrundlage von 71.820 €.
Bei der Differenzbeitragsvorschreibung rechnen wir folgendermaßen:
71.820 € – 42.000 € = 29.820 €. Die GSVG-Beitragsgrundlage beträgt 29.820 € statt 37.400 €.

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Wie werden die Beiträge bei niedriger GSVG-Beitragsgrundlage berechnet?

Sind Sie mehrfach versichert (ASVG/B-KUVG und GSVG), kann Ihre GSVG-Beitragsgrundlage die vorgesehene GSVG-Mindestbeitragsgrund­lage unterschreiten. Wird zum Beispiel aufgrund der geringen Einkünfte kein Einkommensteuerbescheid erstelllt, oder erzielen Sie einen Verlust aus Ihrer selbständigen Tätigkeit, müssen Sie keine GSVG-Beiträge zahlen, wenn Ihre Beitragsgrundlage nach ASVG und/oder B-KUVG bereits die GSVG-Mindest­beitragsgrundlage erreicht.


Die Höhe der GSVG-Beiträge wird bei Mehrfachversicherten überprüft, sobald die Beitragsgrundlagen aus allen Versicherungen endgültig festgestellt sind. Dabei kann es zur Nach­forderung oder Gutschrift von GSVG-Beiträgen kommen.


Info

Differenzbeitragsvorschreibung und Unterschreitung der Mindestbeitragsgrundlage werden von der SVA automatisch durchgeführt bzw. festgestellt, und zwar sowohl gleich im laufenden Beitragsjahr als auch im Nachhinein, sobald alle Versicherungszeiten und Beitragsgrundlagen feststehen.


Abkürzungsverzeichnis:

ASVG = Allgemeines Sozialversicherungsgesetz

B-KUVG = Beamten-Kranken- und Unfallversicherungsgesetz

GSVG = Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz

FSVG = Sozialversicherungsgesetz der freiberuflich selbständig Erwerbstätigen

BSVG = Bauern-Sozialversicherungsgesetz