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Betriebliche Gesundheitsförderung in NÖ


In der gestrigen Pressekonferenz wurden im nö. Landhaus die Plattform "Betriebliche Prävention und Gesundheitsförderung" vorgestellt.

Die neue Plattform soll die Krankenstände senken und Niederösterreichs Wirtschaft stärken. Sie setzt sich aus Präventionsexperten, Interessenvertretungen und den niederösterreichischen Krankenversicherungsträgern zusammen. Bis 2010 will man die Hälfte aller niederösterreichischen Betriebe für Präventionsprojekte gewinnen.

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Einen immer größer werdenden Teil seines Lebens verbringt der Mensch im Beruf. Die Gestaltung des Arbeitsplatzes ist daher von großem Einfluss auf den Gesundheitszustand jedes Einzelnen.

Auf Initiative der NÖ Landesregierung und auf der Grundlage des NÖ Gesundheitsprogramms wurde im Rahmen eines Aktionskreises ein Positionspapier zur Ressourcenoptimierung ausgearbeitet.

Kernpunkt ist die Gründung der Plattform "Betriebliche Prävention und Gesundheitsförderung". Sie besteht aus Institutionen und Firmen, die bereits über Erfahrung in der Umsetzung von Projekten und Aktionen zur betrieblichen Gesundheitsförderung verfügen, sowie aus Vertretern der Arbeiterkammer und der Wirtschaftskammer. Ihr Ziel ist es, durch die Vernetzung der einzelnen Partner die Effizienz der Maßnahmen zur betrieblichen Prävention und Gesundheitsförderung zu steigern.

Die Aktivitäten der Plattform werden von einem Beirat begleitet. Er soll das Netzwerk verstärken, etwa durch die Einbeziehung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, ein ansprechendes Gesundheitsmarketing, die Koordination von Synergien und die Kooperation mit dem österreichischen Netzwerk "Betriebliche Gesundheitsförderung".

Schwerpunkte gibt es genug!

Schwerpunkte gibt es mehr als genug, sie sind so vielfältig, dass sie von einzelnen Institutionen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten nicht abgedeckt werden können. Als allgemeine Problembereiche am Arbeitsplatz werden im Positionspapier vor allem Belastungen des Bewegungs- und Stützapparates, des Herz-Kreislaufsystems sowie psychische Belastungen identifiziert. Auch mit gesundheitlichen Fragen, die sich im Zusammenhang mit dem Geschlecht oder mit der Freizügigkeit der Beschäftigten im erweiterten Europa ergeben, will man sich befassen.

An berufsspezifischen Belastungen sind vor allem Belastungen der Atemwege und der Haut sowie Belastungen durch Lärm, Nachtarbeit und Stress hervorzuheben. Weitere Präventionsschwerpunkte will man bei atypischen Beschäftigungsformen, in der Suchtprävention und auf dem Gebiet der gesundheitsbewussten Ernährung setzen. Wie man im Einzelnen vorgehen will, darüber informieren konkrete Umsetzungsstrategien und praktisch bewährte Beispiele aus dem Leistungsangebot einzelner Plattformmitglieder.

Prävention via Internet auch über die Grenzen

Mit der Plattform sollen die Gesundheitsförderungsaktivitäten koordiniert und die Kooperation bei den einzelnen Aktionen verbessert werden. Zur Umsetzung der Inhalte soll ein landesspezifischer Internet-Auftritt dienen, der über Qualifizierungsangebote für MulitiplikatorInnen oder Veranstaltungen ebenso informiert wie über den wirtschaftlichen Nutzen betrieblicher Präventionsprogramme. Er soll auch als Kontaktschiene zu den einzelnen Plattformmitgliedern und ihren Angeboten dienen, Ressourcen eröffnen und nicht zuletzt Sicherheitspartnerschaften auch über die Landesgrenze hinweg (Tschechien, Slowakei) fördern. Bis 2010 will man die Hälfte aller Betriebe Niederösterreichs für Präventionsprojekte gewinnen.

Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft freut sich im Interesse ihrer Versicherten an dieser landesweiten Aktion mitwirken zu können.