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Sicher zum Arzt

Ende der vertragsfreien Zeit und Startschuss für ein neues, innovatives Versorgungssystem – SVA belohnt gesunden Lebensstil

Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) und die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) haben eine Einigung im Tarifkonflikt erzielt, die ab Montag, den 14. Juni 2010, der vertragslosen Zeit ein Ende bereitet.
Versicherte können ab sofort wieder mit der eCard ihren Arzt konsultieren und müssen dafür nicht vor Ort bar bezahlen. „Auch ich stecke ab heute wieder die eCard für SVA-Patienten“ versicherte Vizepräsident Dr. Günther Wawrowsky in der Pressekonferenz am 10. Juni 2010 und empfiehlt das auch allen anderen Ärzten.

Gemeinsame Ziele

Wichtiger Bestandteil der Einigung ist das gemeinsame Verständnis, bis 2012 an einer Reform des bestehenden Honorarsystems zu arbeiten, um für SVA-Versicherte ein innovatives, patientenorientiertes Versorgungsmodell zu entwickeln. Der ambitionierte Zeitplan sieht vor, dass ein Konzept bereits Ende 2010 vorliegt und 2011 in Pilotprojekten getestet wird. Im Rahmen der neuen Partnerschaft zwischen SVA und Ärzteschaft will man sich besonders den Themen Prävention, Hausarzt- bzw. Vertrauensarztmodell, Disease Management und Behandlungsqualität widmen. Die mit der Konzepterstellung betraute Task Force beginnt im Juli 2010 ihre Arbeit.

„Die revolutionäre Neuorientierung ist eine wichtige Investition in die Gesundheit der SVA-Versicherten. Diese sind als Gewerbetreibende die Motoren für Wirtschaftswachstum und Wohlstand in Österreich. Jeder Euro, der in die Gesundheit der Selbstständigen investiert wird, ist gut angelegt und kommt doppelt zurück“, so Gleitsmann.

Aktueller Stand

Leitl zu SVA: Aus der Krankenkasse wird eine Gesundheitskasse

Alle SVA-Versicherten können ab sofort wieder wie gewohnt mit E-Card zum Arzt – revolutionäre Neuorientierung von Kranken- zur Gesundheitsversicherung – Prävention wird wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung

In der nächtlichen Verhandlungssitzung zwischen SVA und Ärztekammer wurde eine Lösung erzielt, durch die alle SVA-Versicherten ab sofort wieder wie gewohnt mit der E-Card bargeldlos zu jedem Vertragsarzt der SVA gehen können. Für die SVA steht die Sicherheit der Selbstständigen an erster Stelle. „Es ist gelungen, nach dem Konflikt eine innovative und kreative Lösung zu finden. Gewinner sind die Versicherten“, so SVA-Obmann Dr. Christoph Leitl bei der gemeinsamen Pressekonferenz von SVA und Ärztekammer. „Die schwierige Situation wurde genutzt, um eine völlige Neuorientierung in Angriff zu nehmen – nämlich von der Kranken- hin zur Gesundheitsversicherung“, ergänzt SVA-Obmann-Stellvertreter Dr. Martin Gleitsmann.

In einer neuen Partnerschaft zwischen SVA und Ärzteschaft wird ein völlig neues Modell entstehen, das die Prävention zu einem wichtigen Bestandteil der Gesundheitsversorgung macht. Ab dem Jahr 2012 wird allen Versicherten ein neues Modell zur Verfügung stehen, bei dem bis zu 40 Millionen Euro jährlich in Prävention und Vorsorge – ohne Mehrkosten für Patienten - investiert werden. Mittels Anreizsystem für die Versicherten – nämlich dann, wenn die Präventionsleistungen in vollem Umfang in Anspruch genommen werden – soll es zu einer Reduzierung des Selbstbehaltes von 20 auf 10 Prozent kommen. „Wer sich an der aktiven Gesundheitspolitik und Prävention beteiligt, wird mit dieser Halbierung des Selbstbehaltes belohnt“, so Leitl. Das Pilotprojekt dazu startet bereits im nächsten Jahr.

„Die Patienten werden dann nicht nur ärztlich versorgt, es werden auch Gesundheits-Coaches zur Seite gestellt. Die Gesundheit zu erhalten ist besser als die vorhandene Krankheit zu beseitigen. Die gesundheitliche Vorsorge und Begleitung sind also ganz zentrale Punkte unserer Vereinbarung“, so Leitl. Mit der verbesserten Vorsorge kommt es zu einer Aufwertung des Hausarztes. Dieser wird nach dem neuen Modell ein aktiver Wegbegleiter und Gesundheitscoach für die Patienten. Die Ärzteschaft hat sich auch dazu bereit erklärt, künftig bei der Terminvereinbarung auf die spezifischen Anforderungen der Versicherten bzw. Patienten nach Möglichkeit Rücksicht zu nehmen.

„Die revolutionäre Neuorientierung ist eine wichtige Investition in die Gesundheit der SVA-Versicherten. Diese sind als Gewerbetreibende die Motoren für Wirtschaftswachstum und Wohlstand in Österreich. Jeder Euro, der in die Gesundheit der Selbstständigen investiert wird, ist gut angelegt und kommt doppelt zurück“, so Gleitsmann.